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Mai 2006

Umgang formen

Projekt PÄD-CAMP für den Bundespreis nominiert

Dem Wettbewerb „Jugend in Arbeit“ ist es gelungen, eine Vielzahl unterschiedlichster Akteure zu mobilisieren und einen Impuls für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu setzen.

Wir sind stolz, dass wir das Projekt „PÄD-CAMP“ des Jobcenter Neukölln mitgestalten können. PÄD-CAMP wurde nicht nur Landessieger sondern auch für den Bundespreis in der Kategorie „SGB II-Träger“ nominiert. Bei insgesamt über 1.500 eingereichten Beiträgen ein, wie wir meinen, sehr gutes Ergebnis. Sieger sind dabei nicht nur die Initiatoren der Projekte, sondern vor allem die jungen Arbeitslosen.

Die Vielzahl der Beiträge hat die Ideenvielfalt im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende transparenter gemacht und lässt auch in Zukunft eine Erweiterung des Spektrums an Ansätzen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit erwarten.

Als GBB mbH werden wir uns auch auf dieser Strecke weiter engagieren.

Im PÄD CAMP arbeiten junge Arbeitslose an sich selbst, als Gegenleistung erhalten sie die Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben.

Menschen, die dauerhaft von „Stütze“ leben, Vorbestrafte, die kein Bein mehr auf den Boden kriegen, Jugendliche, die überall scheitern, weil ihnen soziale Kompetenzen fehlen - solche „Sozialhilfekarrieren“ werden nicht länger hingenommen. Fördern und Fordern lautet der Auftrag und das Jobcenter Neukölln hat kreativ reagiert. Im PÄD-CAMP vermitteln unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Primärtugenden, um die Grundvoraussetzung für die Aufnahme jedweder Arbeit oder Ausbildung zu schaffen: Pünktlichkeit, sozialgerechtes Verhalten, Toleranz, Motivation und Eigeninitiative.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Projekt haben keine leichte Aufgabe“, gibt Dietmar Jarkow, Geschäftsführer des Jobcenter Neukölln, zu. „In den Augen unserer mittlerweile 95 teilnehmenden Jugendlichen sind sie nervige Antreiber. Aber die Mitarbeiter scheuen keinen Konflikt.“ Viermal am Tag überprüfen sie, ob die Teilnehmer wie vereinbart im PÄD-CAMP sind und die ihnen gestellten Aufgaben erledigen. Fehlverhalten wird sofort sanktioniert. „Seit Einführung der neuen Grundsicherung (Hartz IV) haben wir mehr Möglichkeiten sowohl auf der Seite der Angebote als auch auf der Seite der Sanktionen. Die Jugendlichen wissen, dass wir die Geldleistungen kürzen können, wenn sie sich nicht an Abmachungen halten.“

Zu den Angeboten, die die Jugendlichen im PÄD-CAMP erwarten, zählen Praktika zur Arbeitserprobung, berufliche Zusatzqualifikationen, gemeinnützige Arbeit, ein Praxisprojekt Reisebüro und ein Erlebniscamp. „Die Jugendlichen sollen irgendwann merken, dass das PÄD-CAMP keine Strafe ist, sondern eine Chance“, so Dietmar Jarkow. „Sie erleben, dass Erfolg Zufriedenheit bringt und bekommen jederzeit Hilfe bei ihren persönlichen Problemen.“

Das Projekt hat im August 2005 seine Arbeit aufgenommen und ist auf ein Jahr angelegt. Dreizehn Teilnehmer konnten bereits in Arbeit oder Ausbildung vermittelt werden.

Umsetzer des Projektes: GBB Gesellschaft für berufliche Bildung mbH im Auftrag des Jobcenter Berlin Neukölln

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